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Beweisstück Unterhose

Aufruf zum Mitmachen an der Aktion «Beweisstück Unterhose»

Wie aktiv ist mein Boden?

Die Aktion «Beweisstück Unterhose» dauert vom 20./21. April bis 15./16. Juni 2024. Das ist je ein Wochenende. Der Schweizer Familiengärtner-Verband (SFGV) als Beteiligter der «Partnerschaft für den Boden» trägt diese Aktion mit und hofft, dass auch viele unserer Mitglieder bzw. Pächterinnen und Pächter mitmachen.

Was versteckt sich hinter dieser Aktion? Ganz einfach: Indem du auf deiner Parzelle im Schreber- bzw. Familiengarten eine Unterhose aus 100 Prozent Baumwolle vergräbst, erfährst du mehr über den Boden, den du bewirtschaftest. Was gewinnst du? Ganz sicher Zusatzwissen, Spass und mit ein wenig Glück auch noch einen Preis.

Die Aktion ist eine Entwicklung von Agroscope und wird von einer breiten Partnerschaft getragen. Sie besteht aus Behörden und Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt, Raumplanung und Wissenschaft. Dazu gehört, wie erwähnt, auch der SFGV.

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Invasive Neophyten – was können wir tun?

Ab dem 1. September 2024 ist der Verkauf von invasiven Neophyten wie Kirschlorbeer, Schmetterlingsflieder oder Blauglockenbaum in der Schweiz verboten. Spätestens seit der Bekanntgabe der revidierten Freisetzungsverordnung (FrSV Anhang 2) des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) vom 1. März 2024 weiss die breite Bevölkerung, dass Neophyten Pflanzen sind, die sich in Gebieten ansiedeln, wo sie zuvor nicht heimisch waren. Invasiv sind diejenigen, die sich rasant verbreiten und die einheimischen Pflanzen verdrängen. Wie wir invasive Neophyten im Familiengarten erkennen und wo wir Alternativen finden, diskutiere ich in diesem Beitrag.  

Immer mehr invasive Neophyten

Etwa 15 Prozent der Neophyten gelten als invasiv. Ab dem 1. September 2024 ist in der Schweiz der direkte Umgang mit invasiven gebietsfremden Pflanzen in der Umwelt verboten. Davon ausgenommen sind nur entsprechende Massnahmen zur Bekämpfung dieser Pflanzen. Die Entscheidung, diese Pflanzen zu verbieten, ist gut nachvollziehbar. Insbesondere wenn sie für Mensch und Tier eine echte Bedrohung darstellen, wie der Riesen-Bärenklau. Diese aus dem Kaukasus als Bienenweide in England eingeführte und bis zu fünf Meter hohe Pflanze verursacht bei Hautkontakt in Kombination mit Sonneneinstrahlung Verbrennungen zweiten Grades. Zum Vergleich: Ein starker Sonnenbrand, nach dem sich die Haut schält, zählt zu Verbrennungen ersten Grades. Andere Pflanzen, wie Ambrosia, die falsche Mimose, können Allergien oder Asthma hervorrufen.

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Wildbienen Schweiz

Wildbienen Schweiz – Aktuelle Gefährdungslage

Neben Honigbienen sind auch Wildbienen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen unersetzlich. Darum haben das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Fauna (info fauna) am 17. Mai 2024 eine neue Rote Liste der Bienen der Schweiz herausgegeben. Diese Liste gibt Auskunft über den Stand der gefährdeten Wildbienen-Arten im Jahr 2022. Demnach stehen bereits rund 45 Prozent der Schweizer Wildbienen-Arten auf der Roten Liste. Ausgestorben sind rund 10 Prozent. 

Über Wildbienen gibt es inzwischen eine Menge an wichtigen Informationen – auch für Laien, die sich für diese faszinierenden Lebewesen engagieren möchten. Darunter findet sich auch Werbung zum Kauf von Wildbienensand, Wildbienen-Pflanzenmischungen und Bauanleitungen für Wildbienenhotels. Meine ersten Erfahrungen mit Wildbienen bestanden vor einigen Jahren darin, dass ich unter der Pergola in meinem Garten ein Wildbienenhotel aufhängte. Nachdem ich das Einnisten der ersten Wildbienen beobachten konnte, hängte ich eine weitere derartige Nisthilfe auf meinem Balkon auf. Dieses «Hotel» blieb jedoch leer, bis ich es ebenfalls im Garten platzierte. Inzwischen habe ich gelernt: Vermutlich fehlten in der Nähe zu meiner Terrasse genügend geeignete Futterpflanzen. Bis heute habe ich auf meiner Parzelle zudem die Vielfalt an Blütenpflanzen verbreitert und einen Wildbienensandhaufen angelegt. Strukturen wie Totholz kamen hinzu.

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Die Schweiz zählt die Vögel 8. bis 12. Mai 2024

BirdLife Schweiz, 2024

Stunde der Gartenvögel am 8. bis 12. Mai 2024

In Dörfern und Städten leben nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche Vögel und viele andere Tiere. Um herauszufinden, wo welche Vogelarten vorkommen, ruft BirdLife Schweiz auch dieses Jahr zur nationalen Vogelzählung auf. Die «Stunde der Gartenvögel» (SdG) vom 8. bis am 12. Mai 2024 ist das grösste Citizen-Science-Projekt der Schweiz.

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Asiatische Hornisse, eine Bedrohung für einheimische Bienen auch im 2024

Mörderische Bedrohung für unsere Bienen durch Asiatische Hornisse

Schrebergärten sind vom Rückgang der Bienen direkt betroffen.

Honigbienen sterben bekanntlich nicht mehr ganz so oft an den Varroamilben. Der Einsatz von Pestiziden und die Reduktion der Anzahl und der Vielfalt von Blüten stellen aber weitere Bedrohungen unserer Bienenarten dar. Seit 2017 gibt es eine zusätzliche Gefahr: Damals ist in der Schweiz (Jura) erstmals die Asiatische Hornisse aufgetaucht. Sie stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und jagt am liebsten Wild- und Honigbienen. Damit bedrohen diese Wespen auch direkt die Artenvielfalt, über die wir schon hier geschrieben haben.

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Ufervegetation und ihre Bedeutung für die Biodiversität

Die Rolle der Ufervegetation für die Biodiversität

Wir haben im Zusammenhang mit Nutzungskonflikten, denen Familiengärten mit der Bodenknappheit zunehmend ausgesetzt sind, bereits über Revitalisierung und Renaturierung von Gewässern und ufernahen Zonen berichtet. Heute möchte ich den ökologischen Wert der Ufervegetation und des Uferbereichs (vgl. dazu insb. Art. 18 und Art. 21 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz, NHG) ins Zentrum unserer Betrachtungen rücken.

Ufervegetation und Uferbereich

Die Ufervegetation ist ein Biotop im Sinne von Artikel 18 NHG. Sie bildet den natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land.

Seit 1966 ist die naturnahe und natürliche Ufervegetation bundesrechtlich geschützt. Leider schneiden bis heute einige Landbesitzer das Ufer immer wieder kahl, um das Entstehen einer natürlichen oder zumindest naturnahen Ufervegetation zu verhindern. Der Begriff des Uferbereichs ist weiter gefasst. Er schliesst den dynamischen Bereich der Gewässer sowie naturräumlich mit dem Ufer zusammenhängende schützenswerte Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Flächen mit ein.

Die Ufervegetation gehört zum Gewässerraum. Das Gewässerschutzgesetz verbietet in den ausgeschiedenen Gewässerräumen den Einsatz von Düngern und Pestiziden. Zudem schreibt es für diese Räume eine extensive Bewirtschaftung vor.

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Familiengärten immer stärker von Nutzungskonflikten betroffen

Der Schweizer Familiengärtner-Verband (SFGV) stellt auch dieses Jahr wieder fest, dass der Druck auf den Fortbestand der Familiengärten in der Schweiz stetig steigt. Das Familiengartenwesen ist durch die gesellschaftlichen und räumlichen Entwicklungen im Wandel begriffen. Nutzungskonflikte nehmen zu.

Unsere Schweizer Familiengärten sind nicht nur durch die Schaffung von mehr Wohnraum und den Ausbau von Strassen bedroht. Wachsende Interessenskonflikte ergeben sich auch aus anderen Gründen. Stichworte dazu sind etwa: Natur- und Umweltschutz sowie Hochwasserschutz (vgl. nachfolgend das Beispiel «Lebendige Limmat»). Ferner die Energiewende (Beispiel: geplanter Energiehub auf dem Berner Familiengartenareal «Schermenwald») und die Schaffung öffentlicher Naherholungsräume (vgl. das nachfolgende Beispiel für die Stadt Zürich, «122. 2023/475 Postulat Severin Meier [(SP] und Dr. Roland Hohmann [Grüne] vom 04.10.2023]).

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Forsche über alte Bohnensorten in Deinem Garten

Erwecke alte Bohnensorten zum Leben

Pflanzen, die in den letzten Jahren noch gut gedeihten, können den zunehmenden Hitzeperioden und Trockenheit nur noch mit Mühe standhalten. In einer heisseren und trockeneren Zukunft würde die Gartenbohne Maxi, eine Buschbohne, kaum überleben. Das merken auch Gartenfreundinnen und -freunde sowie Lebensmittelproduzenten. Deshalb suchen Wissenschaftler:innen nach Sorten, die mit den klimatischen Veränderungen besser umgehen können. Aber wo findet man diese Bohnen?

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Was ist ein schöner Garten?

Schönheit im Wandel der Zeit

Was ist ein schöner Garten? Und welche Rolle spielen Schönheit und Ästhetik im naturnahen Garten? Das weltweite Artensterben und der drastische Rückgang der Insekten in den letzten Dekaden fordern uns alle zum Handeln auf. Ökologisch wertvolle Grünflächen gewinnen deshalb in Siedlungsräumen der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören auch die zahlreichen Kleingarten-Anlagen, mit denen wir einen ökologischen Beitrag für den Erhalt einheimischer Arten leisten können. Was die Insekten und Kleintiere brauchen, sind mit heimischen Pflanzen begrünte, naturnah gepflegte Grünflächen und Gärten.

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Trilemma der Landnutzung

Wie können wir Nutzungskonkurrenzen überwinden?

Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der (deutschen) Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) aus dem Jahr 2020 zeigt Möglichkeiten für die politische Gestaltung eines nachhaltigen Umgangs mit Land auf. Die Überlegungen aus dem Jahr 2020 unter dem Titel Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration sind auch drei Jahre später noch immer aktuell. Die Ansprüche der Menschheit an die Nutzung von Land sind zahlreich. Die Zerstörung von Land verschärft gleichzeitig drei globale Krisen: Die Klimakrise, die Biodiversitätskrise und die Ernährungskrise. Je weniger naturbelassenes Land verbleibt, desto ausgeprägter werden die Nutzungskonflikte. Das Gutachten setzt sich deshalb unter dem Titel Trilemma der Landnutzung mit dieser Konkurrenzsituation auseinander.

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Biodiversitätsinitiative 9. September 2024

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Ja zur Biodiversität am
22. September 2024